Montag, 15. Oktober 2018

Wanderung Col du Marchairuz - Marchissy

Datum: 14. Oktober 2018
Dauer: 3h05
Länge: 13.3 km
Wetter: sonnig
Route: Col du Marchairuz-Pt. 1300-L'Eau Pendante - St-George - Longirod-Les Salles-Marchissy
Neue Gemeinden: St-George, Longirod, Marchissy VD
Charakteristik: einfache bis mittlere Wanderwege



Am Samstag war eine GV im Berner Oberland. Das wollte ich mit einer sonntäglichen Wanderung im Waadtland verbinden. Schon lange war diese Wanderung mit Start auf dem Col du Marchairuz geplant. Da der Pass mit öV nur im Sommer und nur am Wochenende bis 28. Oktober erreicht werden kann, bot sich diese Wanderung an.





St-George



Longirod



Von meinem Übernachtungsort Bursinel fahre ich mit Bus und Zug nach Nyon, um dort mein Gepäch einzustellen. Dann wieder zurück nach Aubonne, wo das Postauto zum Col du Marchairuz mit Umsteigen in Gimel fährt. Etwa 20 Leute hatten die gleiche Idee wie ich.

Vom Pass geht es etwa 10 Minuten flach bis leicht ansteigend Richtung St-George, bevor es mässig steil runtergeht. Die ersten 3 Kilometer auf Naturweg, dann auf einem längeren Stück geteert, aber ohne Verkehr, dann bis kurz vor St-George wieder Naturweg. Aussicht hat man bis St-George keine, danach bis zum Ziel aber immer wieder.

St-George war für einen Sonntag überraschend lebendig, ein Lebensmittelladen war sogar geöffnet. Die Infrastruktur im Dorf scheint noch intakt zu sein, es hat auch ein Restaurant und eine Käserei, welche noch in Betrieb zu sein schien. Ob die beiden Skilifte winters noch in Betrieb sind, weiss ich nicht.

Für einen ausgedehnten Dorfrundgang reichte es nicht, denn ich musste um 13:30 in Marchissy sein, um den Bus nach Nyon zu erwischen. Also weiter über offenes Gelände mit viel Aussicht, aber wenig Weitsicht nach Longirod. Zwischendurch steigt der Weg wieder etwas an. Ab Longirod nehme ich nicht den direkten Weg nach Marchissy, sondern mache einen kleinen Umweg über Les Salles. Trotzdem bin ich 5 Minuten vor Busabfahrt am Ziel.

Über die samstägliche GV und mein Hotel in Bursinel folgt morgen ein kurzer Bericht.



Samstag, 13. Oktober 2018

Samètégal

Wenn man in einem Restaurant in Saillon die Frage des Personals, welchen Wein man trinken möchte mit "ça m'est égal" beantworten würde, käme ohne weitere Diskussion diese Flasche auf den Tisch:




Dabei handelt es sich um einen Blanc de Noir, also Weisswein aus Pinot Noir-Trauben. Die Farbe des Weines erinnert aber fast an einen Rosé.

Den Wein haben wir in einer Metzgerei mit angeschlossenem Weinladen in Saillon gekauft.

Die Kellerei Les Devins produziert ihre Weine nach strengen ökologischen Standards, es werden keine chemischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Als Spezialität bietet sie auch Hanf-Weine an.

Freitag, 12. Oktober 2018

Olma

Gestern, am Eröffnungstag der Olma, zog es mich nach St. Gallen. Die Olma ist die einzige Publikumsmesse, welche ich regelmässig besuche. Und da es letztes Jahr nicht klappte musste es dieses Jahr wieder sein.

Meine Besuche sind aber jeweils von kurzer Dauer, nach 2 - 3 Stunden ist mein Programm abgewickelt. Dazu gehört der Genuss einer Olma-Bratwurst, das Zuschauen von Tier-Präsentationen in der Arena, ein Rundgang durch die Tier-Halle mit Stieren, Kühen, Säuli, Ziegen und dergleichen, das Degustieren von Käse, Würsten und anderen Leckereien und zum Abschluss ein Maisbier der Brauerei Sonnenbräu in Rebstein. Nicht zu meinem Programm gehört ein Rundgang durch die anderen Hallen mit Haushaltgeräten, Möbeln und anderen unnötigen Produkten. Auch die vielen Weindegustations-Stände lasse ich links liegen.

Ein paar Bildli gab es natürlich schon:

die vier Ochsen werden für Ochsenfuhrwerkfahrten zusammengespannt


wer wohl das Säulirennen gewinnt?



das feine Maisbier



hier wieder die vier Ochsen




Am Bahnhof St. Gallen gabs dann noch eine positive Überraschung. Nein, nicht weil der Bahnhof nach vielen Jahren Baustelle endlich fertig ist, auch nicht, weil die Appenzeller-Bahn mit ihren neuen Zügen direkt über den Bahnhofplatz fährt. Nein, die Überraschung bestand aus einem nigelnagelneuen Bratwurst-Stand der Metzgerei Schmid direkt vor dem Gleis 1. Immer wenn ich via St. Gallen reiste regte ich mich darüber auf, dass man am Bahnhof keine Bratwurst kaufen konnte. Man musste etwa 10 Minuten in die Stadt gehen, was zu lange dauerte wenn man umsteigt. Jetzt endlich haben es die St. Galler gemerkt, dass dieser unhaltbare Zustand beendet werden muss.


nebst Bratwürsten gibt's hier auch andere Leckereien zu kaufen


Donnerstag, 11. Oktober 2018

Wanderung Tomülpass

Datum: 09. Oktober 2018
Dauer: 4h30
Länge: 13.0 km
Wetter: sonnig
Route: Turahus-Tomülpass-Alp Tomül-Pradätsch-Vals
Neue Gemeinden: Vals GR
Charakteristik: einfache bis mittlere Bergwege



Jetzt war es aber höchste Zeit, dem bündnerischen Vals endlich einen Besuch abzustatten. Ich war noch nie in diesem bekannten Dorf, weder zu Fuss noch mit dem Auto oder Postauto. Bekannt ist das Dorf natürlich vor allem aus zwei Gründen, einerseits wegen der Therme von Peter Zumthor und andererseits wegen dem Valserwasser. Übrigens, auf Wikipedia habe ich gelesen, dass die Valser-PET-Flasche von Mario Botta designt wurde.



Blick vom Safiental talauswärts, rechts das Turahus

und taleinwärts mit dem Alperschällihorn





Vals in Sicht

viele Walserhäuser in Vals




Wir fahren mit dem Auto nach Ilanz, wo wir nach der Wanderung im neu renovierten Hotel Eden direkt beim Bahnhof übernachten wollen. Ein kleines Postauto fährt uns nach Versam, wo wir auf eine grössere Version umsteigen und zum Turahus zuhinterst im Safiental fahren. Am 15. August war das Turahus das Ziel unserer Wanderung von Splügen über den Safierberg. Für unsere Verhältnisse sind wir ziemlich spät dran, wir legen erst um 11:30 los. Aber es sollte zeitlich kein Problem sein, auf dem Wegweiser sind 5 Stunden angegeben.

Vom Turahus bis zum Tomülpass sind wir durchgängig auf dem sogenannten Polenweg unterwegs. Der Weg wurde 1941 von internierten polnischen Soldaten gebaut. Neben diesem gibt es eine ganze Reihe anderer Polenwege in der Schweiz, siehe Link. Der Weg ist recht breit, er kann sogar von Autos befahren werden. Allerdings nur im Schritttempo, denn er ist sehr steinig und uneben.

Nach 720 hm erreichen wir den Tomülpass auf 2412 m. Dort überschreiten wir die Grenze zwischen den Gemeinden Safiental und Vals. Auf angenehmen und aussichtsreichen Wegen geht es zur bereits nicht mehr bewohnten Alp Tamül und weiter über den flachen Riedboda via Pradätsch zum Punkt 1690, wo wir uns entscheiden müssen, ob wir die Abkürzung nach Vals oder den flacheren Weg via Plansch nehmen sollen.

Wir entscheiden uns für die Abkürzung. Der Weg windet sich in unzähligen Kurven im steilen Hang hinunter. Das erfordert Konzentration, denn neben Wurzeln hat es viele lose Steine und rutschgefährdete Passagen. Wir kommen nur noch im Zeitlupentempo voran. Vielleicht wäre der Umweg über Plansch sogar schneller gewesen.

Wir sind froh, ohne Ausrutscher in Vals anzukommen. Es reicht noch für ein paar Föteli vom hübschen Dorf, bevor das Postauto auf einer eindrücklichen Strecke durch das wilde Valsertal nach Ilanz fährt.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Wanderung Essertines-sur-Yverdon - Boulens

Datum: 08. Oktober 2018
Dauer: 3h15
Länge: 13.7 km
Wetter: bedeckt
Route: Essertines-sur-Yverdon - Nonfoux-Pailly-Pt. 573-Rueyres-Bercher-Pt. 568-Boulens
Neue Gemeinden: Pailly, Fey, Rueyres, Bercher, Boulens VD
Charakteristik: einfache Wanderwege und Strassen




Nonfoux gehört zur Gemeinde Essertines-sur-Yverdon

Pailly

in vielen Waadtländer Gemeinden hat es eine Auberge Communale, wie hier in Pailly

bei einem Rastplatz kann man auf diesem Baumstrunk Fondue essen, für Rechaud, Gläser und Gabeln ist gesorgt


Rueyres




Genau drei Stunden dauerte die öV-Anfahrt nach Essertines-sur-Yverdon am Montagmorgen. Früh aufstehen war aber Pflicht, denn ich wollte am Zielort in Boulens den Bus um 12:11 erwischen. 

Am 13. April startete ich schon einmal in Essertines, damals ging es nach Echallens. Diesmal geht es nach Osten, zuerst nach Nonfoux und durch den Wald Richtung Pailly. Hier bin ich auf nicht markierten Strassen und Wegen unterwegs.

Ausgangs Wald hatte ich wieder einmal eine Begegnung mit Hunden und ihrem Frauchen. Die drei Hunde liefen frei, also nicht an der Leine. Je näher ich Frauchen und Hunden kam, desto interessanter wurde ich für die Vierbeiner. Diese rannten wie wild um mich herum, sprangen an mir hoch und drückten ihre Freude auch akustisch aus. Frauchen rief den Hunden, welche sich aber ausschliesslich um mich kümmerten. Für was die Frau eine Leine dabei hatte, ist mir ein Rätsel.

Entspannt geht es weiter durch Pailly, dann auf einem Wanderweg hinunter zum Bach Sauteru, welcher die Grenze zwischen Pailly und Fey bildet. Also über die Brücke, eine Schlaufe auf Gemeindegebiet von Fey und weiter nach Rueyres und Bercher.

Ausgangs Bercher wieder hinunter zu einem Bach, diesmal ist er die Grenze zwischen Bercher und Boulens. Beim Aufstieg nach Boulens kam ich ins Schwitzen. Allzu gemütlich konnte ich es aufgrund der heranrückenden Busabfahrtszeit nicht nehmen. Fünf Minuten vor der Abfahrt war ich am Ziel.

Die Sonne habe ich auf der ganzen Wanderung nie gesehen. Das war mir aber ziemlich egal, wichtiger war für mich, bei angenehmer Temperatur zu wandern.

Montag, 8. Oktober 2018

Süd

Am Donnerstag besuchten wir Trient südwestlich von Martigny. Das war die südlichste noch nicht bewanderte Gemeinde.

Jetzt ist Saas-Almagell die südlichste Gemeinde in meinem Projekt:




Vor vielen Jahren war ich mit einer Gruppe auf dem technisch leicht bezwingbaren Allalinhorn, welches auf Gemeindegebiet von Saas-Almagell steht. Die Gemeinde gilt aber nicht als bewandert, weil ich a) die Tour nicht aufzeichnete und b) sie kürzer als 10 km war.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Pierre Bergère

Letzten Dienstag statteten wir auf unserer Wanderung von Vernayaz nach Finhaut in Salvan dem Pierre Bergère einen Besuch ab. Da dieser grosse Findling eine besondere Geschichte hat möchte ich ein paar Worte darüber verlieren.




Im Jahr 1895 machte der italienische Radiopionier Guglielmo Marconi auf dem Findling Versuche mit einem Sender und Empfänger. Nach vielen erfolglosen Versuchen gelang es ihm schliesslich, Signale drahtlos zu übermitteln. Damit war die drahtlose Telegrafie erfunden. Im Jahr 1909 wurde ihm der Nobelpreis für Physik verliehen.

Die drahtlose Telegrafie war ja der Anfang einer umfassenden Entwicklung im Bereich der Informations-Übermittlung. Radio, Fernsehen oder Funk basieren alle auf dieser Technologie. Und natürlich auch die drahtlosen Telefonnetze oder das WLAN. Man könnte auch sagen, Marconi's Versuche auf dem Findling in Salvan haben die Welt gewaltig verändert. Das ist doch schon sehr speziell, finde ich.